"Halle
31, Nutzfahrzeugmuseum Willich e. V." nennt sich die Initiative,
die in dem kleinen Ort im Dreieck Krefeld-Mönchengladbach-Düsseldorf
ein Museum für die Fahrzeuge aufbaut, die erst in den vergangenen
zehn, fünfzehn Jahren stärker in den Fokus des Interesses gerückt
sind. Lieferwagen, Laster und Straßenschlepper bilden den Schwerpunkt
der Ausstellung, die in einer rund 1000 Quadratmeter großen Halle
zu sehen ist. Die Räumlichkeiten in Willich gehören zum alten
"Stahlwerk Becker", das noch zu Kaiser Wilhelms Zeiten kurz
vor dem Ersten Weltkrieg entstand. Das historische Industriegelände
beherbergt heute ein modernes Industriegebiet. Einige alte Hallen aus
den Zeiten der Stahlkocher haben sich dem Zahn der Zeit aber widersetzt.
In einer davon - heute unter Denkmalschutz - befindet sich der Verlag
Klaus Rabe, der Oldtimer-Literatur veröffentlicht. Hier erscheinen
Zeitschriften wie die Schlepper Post und der Historische Kraftverkehr
sowie zahlreiche Bücher zum Thema. Einzig in Deutschland: Ein Spezial-Buchladen
für Nutzfahrzeug-Literatur rundet das Programm ab.
Das Nutzfahrzeugmuseum, ein eingetragener Verein, der vom Finanzamt als
gemeinnützig anerkannt ist, befindet sich in Untermiete beim Verlag
Klaus Rabe.
In der Ausstellungshalle, die um 1914 entstand, befinden sich in erster
Linie Fahrzeuge aus den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
Die Spanne reicht von Goliath Dreirad über den Tempo Matador und
den Gutbrod Atlas über mittelschwere Laster von Borgward, Hanomag,
Büssing und Ford bis hin zum Hanomag SS 100, zum Kaelble K 631 Z
und zum damals größten Fernlaster, dem Faun L8L mit einem wassergekühlten,
180 PS starken Deutz-Motor.
Die Museumshalle dient regelmäßig als Festsaal für Oldtimer-Veranstaltungen
und Clubtreffen. Schon zum 6. Mal fand die Literatur- und Modellbörse
für alte Schlepper in Willich statt.
Die Aktiven des Museums sind nach wie vor bestrebt, historisch interessante
Fahrzeuge vor der Verschrottung zu retten und sie zu restaurieren oder
an andere Oldtimer-Freunde weiterzugeben. Eine Restaurierwerkstatt steht
zur Verfügung, in der zur Zeit ein Büssing Trambus von 1956
originalgetreu wieder aufgebaut wird. Natürlich muss der Verein viele
seiner Aktivitäten durch Spenden finanzieren. Dabei sind Sachspenden
in Form von Fahrzeugen, Ersatzteilen und Werkzeugen ebenso willkommen
wie finanzielle Zuwendungen. Die Kontonummer des Vereins lautet 321 401
2013, BLZ 310 605 17, bei der Volksbank Mönchengladbach. Aufgrund
der Gemeinnützigkeit können Spendenquittungen ausgestellt werden.